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Standort-Hintergrund

1909 wird in Adlershof der erste deutsche Motorflugplatz gegründet. Albatros, Fokker, Rumpler und Wright machten den Ort berühmt. 1912 zieht die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) nach Adlershof und baut Labore, den Motorenprüfstand, den Windkanal und Hangars. Während der Nazizeit stand die DVL im Dienst der Luftrüstung.

Nach 1945 wird in Adlershof die Akademie der Wissenschaften der DDR angesiedelt. Ende 1952 geht in den neuen Fernsehstudios in Berlin-Adlershof erstmals der Deutsche Fernsehfunk (DFF) auf Sendung, der hier bis zum Fall der Mauer Sendungen produziert. In unmittelbarer Nachbarschaft der Fernsehstudios siedelt das Ministerium für Staatssicherheit sein zeitweise 12.000 Mann starkes Wachregiment Feliks Dzierzynski an, das den ehemaligen Flugplatz als Schießplatz nutzt.

Mit dem Untergang der DDR werden die Betriebe fast vollständig abgewickelt und die Betriebsgelände sind plötzlich weithin ungenutzt. So entsteht der Plan, die bestehenden Einrichtungen und verbliebenen Institute zu nehmen, und in eine neue "integrierte Landschaft aus Wissenschaft und Wirtschaft" einzubinden.

Und der Plan gelingt. Adlershof beherbergt heute zahlreiche Forschungsinstitute, Wirtschaftsunternehmen, die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultäten der Humboldt-Universität wie auch das Erwin Schrödinger-Zentrum. Der Anfang der 90er Jahre verlassene Wissenschaftsstandort ist neu erblüht und zu einem innovativen Zentrum für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien geworden.



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